Heute habe ich meinen letzten Lauf für dieses Jahr absolviert, da ich morgen nach Kamakura fahre um bei der Schwiegermutter den Neujahrsputz durchzuführen. Denn dieser ist in Japan Tradition und da darf man nicht fehlen.
Kommen wir zum Laufen zurück, heute waren es entscheidende 15km, denn damit konnte ich meine Bestleistung für dieses Jahr aufstellen. Ganze 1700km habe ich in diesem Jahr geschafft, so viel wie nie zuvor in meinen 5 Jahren Laufen. Im Dezember ist es eigentlich schwer zu laufen, da es am Abend sehr schnell dunkel wird und auch tagsüber am Wochenende die Temperaturen nicht sonderlich hoch sind. Doch dieses Jahr ist wie ich finde es besonders warm in Tokyo und daher viel es mir leichter auch nach der Arbeit in meine Laufschuhe zu springen und los zulegen.
Außerdem konnte ich dieses Jahr im Oktober meinen ersten vollen Marathon (privat) absolvieren. Und das sogar unter 4 Stunden. Das hat mich wirklich glücklich gemacht. Völlig ungeplant und daher überraschend konnte ich das an einem Wochenende durchziehen. Natürlich weiß man innerlich, das der Tag besonders werden könnte, da das Wetter perfekt war und die gefühlte Kondition sich ebenfalls perfekt angefühlt hat. Um so erstaunlicher war es dann, das ich es tatsächlich geschafft habe, denn normalerweise knicke ich nach 30km oder 35km ein.
Das hat mich dermaßen angespornt, dass ich mich zu einem Marathon Event eingetragen habe. Wenn alles gut läuft, werde ich am 25. Januar 2026 mein ersten offiziellen Marathon absolvieren. Aber, der Januar und Februar sind bekannterweise die kältesten Monate in Tokyo mit um die 5 Grad. Ich bin hinsichtlich der niedrigen Temperaturen etwas skeptisch. Das Event heißt nicht umsonst „Tokyo Challenge Marathon“.
2026 ist das Jahr des Pferdes, daher mein letzter Lauf mit dem Schild eines Shinto Daikyoin Hintergrund (links in schwarzen Zeichen) 「神道大教院」しんとうまさるおしえいん „Shintoumasaruoshiein“. Und rechts 「開運」かいうん „Kaium“ in roten Zeichen steht das Kanji für „Glück“ oder „gutes Omen“. Mit Shinto Religion habe ich nichts zu tun, aber das Pferd war wichtig 🙂






